Benjamin Boone
Komponist
Benjamine Boone (*1963), USA
"Ein begabter, hervorragender, energetischer Sopran - und Altsaxophonist - ein wirkliches Talent", so beschreibt ein amerikanischer Kritiker Benjamin Boone.
Boone komponierte Werke von Solobesetzungen bis zum Sinfonieorchester, die u.a. regelmäßig vom The New Century Saxophone Quartet, Western Piedmont Symphony Orchestra und Ensembles und Orchestern verschiedenster Universitäten aufgeführt werden.
Er spielte mit einem eigenen Jazzquartett, mit so bekannten Jazzgrößen wie; Donald Brown, Ernie Watts, Slide Hampton, Randy Brecker u.a. in bekannten New Yorker Jazzclubs und in Off - Broadway Musicals. Mit Louis Bellson und Peter Erskine spielte er die Uraufführung von Bellson’s Concerto for Three Percussionists.
Boone erhielt für seine Kompositionen Preise u.a. von der ASCAP, dem Billboard Magazin, der Boston University und The National Association of Composers/USA.
Er unterrichtete an verschiedensten Universitäten der USA und promovierte 1997. 1999 erhielt er für seine Lehrtätigkeit den "Chancellor's Award for Excellence in Teaching" 1999. Seit Mitte 2000 ist er Assistant Professor an der California State University/Fresno.
"I think it’s important for performers to examine music from several perspectives, including the academic perspective", so B. Boone über seine zahlreichen und verschiedenen Beschäftigungsvarianten mit Musik.
Werkauswahl -
Getrennte Aufgaben. (Arbeitstitel) (UA) (Choreographie des Rhythmus: Bettina Essaka, Choreo) (2003)
"Getrennte Aufgaben" beschäftigt sich mit der visuellen Trennung von Tonhöhen und Rhythmus. Auf der Grundlage des gleichen zeitlichen und formalen Konzepts für die Choreographie und die Komposition wurden von beiden Choreographen und Komponisten separate Choreographien und Kompositionen erstellt. Bettina Essaka beschäftigte sich ausschließlich mit den Rhythmen und Metren, wobei für Carlos Cortizos Choreographie nur die Tonhöhenunterschiede und sich daraus ergebende Melodien als Grundlage dienten. Beide Choreographien laufen parallel und wurden in der Probenarbeit zu einem Stück verschmolzen.
Die Komposition für dieses Stück wurde durch eine "long distance" – Gemeinschaftskomposition von dem amerikanischen Komponisten und Musiker Benjamin Boone und dem deutschen Stefan Poetzsch realisiert, bei der es ebenfalls eine klare Trennung der zu komponierenden Parts gab. Stefan Poetzsch komponierte nur für Viola/Liveelektronik und Benjamin Boone für Saxophon/Liveelektronik. Poetzsch/Boone - ein lang eingespieltes Duo, das sich als Transatlantic Reed String Project bezeichnet, war bei der Komposition streng darauf bedacht, die eigene Stilistik die sie sich durch jahrelange gemeinsame Improvisationen/Kompositionen erarbeitet haben, beizubehalten.
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